23. Februar 2026

Flachwasserzone

1995 hatte der Verein die Idee, dass von der Forstbehörden angepachtete Vereinsgewässer durch eine Flachwasserzone zu erweitern.
Ziel sollte der langfristige Erhalt des Gewässers sein, die ökologische Situation sollte verbessert werden, wobei diese Flachwasserzone als reinen Schongebiet nicht zur Ausübung der Fischerei gedacht war.
In der Nachsehenden Dokumentation wurde die Entstehung dieser Wasserzone mit angegliedertem Amphitieren Biotop festgehalten und der Text gibt Aufschluss über die Hürden, die genommen werden mussten.
Der Ablauf hat gezeigt, dass ein solches Projekt nur mit viel Idealismus Engagement und guten Willen entstehen konnte.
Allen Personen Behörden und. Institutionen, die das Vorhaben unterstützt haben, sei hiermit auch ein großes Danke gesagt

Von der Idee ist zur Planung

Die Idee wurde geboren, eine Flachwasserzone zu bauen, an einer Stelle des Gewässers, das Steinmetzer zu öffnen, um über großen Lichtanfall den Pflanzenbewuchs im und am Gewässer zu fördern. Gleichzeitig sollte mit der Flachwasserzone ein Leitgebiet entstehen. Damit wäre auch der Anfang gemacht, dem langsamen Sterben des Gewässers entgegenzuwirken. Nicht zuletzt ging es auch darum, da es Gewässer die Grundlage des Vereins ist, dass alles unternommen werden musste, um es zu erhalten. Nach heißen Diskussionen innerhalb der Vorstandschaft wurde Kontakt mit dem Verpächter und Eigentümer dem zuständigen Forstamt in Schaidt aufgenommen. Die Idee, dass Gewässer durch eine Flachwasserzone zu erweitern, fand bei den Leiter des Horstamtes Herrn Forstdirektor Bohlander nicht nur Zustimmung, sondern spontan Unterstützung Rat und Tat.
Am Gewässer wurde dann bei mehreren gemeinsamen Begehungen die Stelle ausgewählt, wo das Ufer auf ca 50 Meter Länge aufgebrochen werden sollte. Die Ständer auf der Lenzseite des Gewässers wurde deshalb ausgewählt, da hier bei einem Windbruch vor Jahren fast der gesamte Baubestand zerstört war. Als Größe wurde ein Gelände von circa 50 x 50 Metern abgeschnitten und als größte Tiefe ca. 1,40m abgesprochen. Die Ufer sollten in Fuchten gestaltet werden, mit unterschiedlichen flachen Neigungen. Weil ein sollte diese Zone einem natürlichen Übergang zum Wald bilden. Eine Insel mit einer erhaltenswerten Eiche sollte berücksichtigt werden. Der Bodenaushub könne die Fondsbehörde zur Unterhaltung der Forstwirtschaftlichen Wege in den total flachen Waldgebiet gut gebrauchen.
Es wurde abgesprochen, dass der Angelverein die Maßnahmen selbst tragen muss, dabei aber keine Rechte an dem Gewässer erwerben kann und die Forstgehörte nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten tätig. Weiterhin wurde vereinbart, dass Angelverein sich ab sofort mit der Forstbehörde als Eigentümer über alle Schritte vorher abstimmt. Voller Tatendrang wurde dann das Gelände einmal provisorisch von Mitgliedern der Vorstandschaft des Vereins abgesteckt. Der Angelverein b A. estellte den Verbandsbiologen an das Gewässer für ein Gutachten für die weitere Planung und bat die Untere Landespflege bei der Kreisverwaltung, um eine Begehung, um den Plan einer Flachwasserzone zu diskutieren. Nach deren mündlichen Einverständnis konnte man an die Planung gehen. Anfang 1996 wurde dann der Plan bei den Behörden eingereicht und im Mai 1996 genehmigt.

Gewässerbeschreibung und Ausgangssituation

Das Gewässer wurde 1977 von der Forstbehörde für 12 Jahre gepachtet und 1989 für weitere 12 Jahre verlängert. Bei dem Gewässer handelt es sich um einen ehemaligen Tank- oder Panzergraben. Es ist also eine künstlich entstandenes Gewässer
rundum geschlossen ohne Zulauf und ist im Rahmen des Westwallbaus circa 1939 entstanden. Gespeist wird das Gewässer ausschließlich durch den auch Sommer hohen Grundwasserspiegel. Der Grund ist ein Gemisch aus Sand und Kies. Der circa 400 Meter lange graben, ist circa 20 Meter Brei und liegt am Rande des Bienwaldes in der Gemeinde Steinfeld, im Landkreis Südliche Weinstraße. Die 0,8 bis 1 Meter hohen Ufer fallen steil ab. Das damals freiliegende- als Panzersperre gedachte Gewässer war inzwischen auf 3 Seiten von Mischwald umgeben, wobei die Bäume bis direkt ans Ufer reichten und eine entsprechende Höhe hatten.
Durch die Beschattung war ein ehemaliger Schilfgürtel verschwunden und durch die Laubeintragung A. betrug die Tiefe des Gewässers längst in der Mitte nur noch circa 3,5 Meter von ursprünglich einmal 7 bis 8 Metern. Typische Wasserpflanzen waren ebenfalls zwischenzeitlich verschwunden.
Eine Tauchergruppe hatten neben Stacheldraht auch noch Munition gefunden, die Beseitigung des organischen Schlamps ist also mit unkalkulierbaren Risiken verbunden. Es wäre somit nur eine Frage der Zeit, bis das Gewässer stirbt.

Finanzierung

Die Vorstandschaft des Angelsportvereins war sich darüber einig, dass die Ausführung des Vorhabens die finanziellen Möglichkeiten des Vereins übersteigen werden. Erste Angebote über die Baggerarbeiten und die Lkw Transporte, 1996 eingeholt, ergraben mit allen Nebenarbeiten und unter Berücksichtigung der Eigenleistung des Vereins die erste Kostenschätzung von 90.000 DM. Von der Thorsten Hörer als Eigentümer des Gewässers konnten keine Mittel in Aussicht gestellt werden. Lediglich der Enschlag des wirtschaftlich verwendbaren Holzes wurde zugesagt.
Es mussten also Zuschüsse beantragt werden. Der erste Antrag wurde gestellt bei der Oberen Fischereibehörde, der Bezirksregierung RRheinhessen-Pfalz in Neustadt. Der Antrag wurde sofort positiv entschieden und ein Zuschuss in Höhe von 5.000 DM aus Mitteln der Fischereiförderung zugesagt.
Ein weiterer Antrag wurde direkt an den Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Herrn Kurt Beck geschickt. Über die Staatskanzlei und das Ministerium für Umwelt und Forsten ging das Schreiben an die Obere Landespflege bei der Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz in Neustadt und wurde zunächst Ende 1996 abschlägig entschieden. Nach einem erneuten Schreiben an den Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz kam es dann Anfang Mai 1997 bei einer Ortsbesichtigung aller Beteiligten zu einer Lösung dahin gehend, dass die Flachwasserzone unterteilt wird. Es sollte auf dem Ausgesteckten Areal einmal ein Amphibienbiotop im Krakenform entstehen und dann durch ein sehr niedrigen Wall getrennt die Flachwasserzone. Die geplante Gesamtfläche sollte beibehalten werden. Die Lösung haben sowohl der Angelsportverein als auch die Forstbehörde spontan und sofort zugestimmt. Damit konnte die Obere Landespflege einen Zuschuss bis zu 20.000 DM zusagen. Ein weiterer Antrag ging an den Förderverein zum Schutz und Pflege von Landschaft und Natur bei der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße in Landau. Auch dieser Antrag wurde umgehend beantwortet. Man verlangte zuerst einmal die Zuschussbestätigung der anderen Stellen, bevor das Gremium über die Höhe des grundsätzlichen Fonds Förderverein in Aussicht gestellten Zuschuß entscheiden würde. Der Verein rechnet trotzdem ein Mann im Rahmen der Finanzplanung mit einem Zuschuss von 10.000 DM. Nunmehr musste die Planung umgeworfen werden und ein neuer Plan eingereicht werden. Neue Angebote für die Baggerarbeiten und die Lkw Transporte wurden eingeholt, da die Bindefrist der vorhandenen Angebote Ende 1996 ausgelaufen waren. Gleichzeitig wurde ein neuer Finanzierungsplan erstellt. Dieser lag jetzt knapp unter 80.000 DM mit der Chance, hier durch weitere Eigenleistung und Einsparungen nochmals mindestens 5000 DM einzusparen. Als Eimittel waren 13.000-15.000 DM vorhanden und es war klar, dass hier der Verein einen Kredit beantragt und beziehungsweise aufnehmen muss. Hier zeigte das Bankinstitut im persönlichen Gespräch ein sehr entgegenkommendes Verhalten. Es wurde uns ein Kredit bis zu 15.000 DM zu moderaten Konditionen eingeräumt. Gleichzeitig wurden die Vereinsmitglieder in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über den Stand des Projektes informiert und über die Finanzierungsprobleme aufgeklärt. Nach relativ kurzer Diskussion stimmten die Mitglieder der Vorgehensweise der Vorstandschaft zu. Damit war die Finanzierung gesichert. Gleichzeitig wurde aber auch noch der Weg zur Kosteneinsparung gesucht. Diese waren nur über noch mehr Eigenleistung und zähen Verhandlungen mit den Anbietern für die Baggerarbeiten zu erreichen. Nach Erhalt der geänderten Plangenehmigung der erneuten Antragstellung wegen dem Zuschuss bei der oberen Landesflieger erhielten wir dann die endgültige Zusage für einem Zuschuss über 20.000 DM und zwar ausschließlich auf die Baggerarbeiten.
Der Förderverein hatte zwar noch nicht über unseren Antrag entschieden, aber wir erhielten die Zusage, dass durch den Beginn der Baggerarbeiten der Zuschuss nicht verwirkt wird. Die Arbeiten konnten beginnen. Nach Abschluss der Arbeiten wurde Mitte 1998 die Bilanz gezogen. Das Projekt wurde mit einem Kostenaufwand von rund 70.000 DM und circa 3000 Arbeitsstunden der Mitglieder ausgeführt. Im Herbst 1998 und bis heute wurden weitere Feinarbeiten ausgeführt. Sand vom Aushub wurde abgefahren, mehrere des Pflanzungen durchgeführt sowie noch 2 Schaukästenaufgestellt.

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